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Erleben & Entdecken

Runder Geburtstag – Ein Familienspaziergang mit Rätsel

Hi Kinder, überrascht eure Eltern! Heute macht Ihr mal einen Vorschlag für einen Rätselrally.
Wusstet ihr, dass Altona mal die zweitgrößte Stadt Dänemarks war?
Dass hier leckere Kekse erfunden wurden? Und dass der Bückling besonders häufig auf den Tellern der Altonaer landete?
2014 feiert Altona 350-jähriges Stadtjubiläum. Zeit, sich das historische Zentrum mal genauer anzuschauen.

„Zurückbleiben, bitte, Gangway wird bewegt.“ Am besten ist es, wenn man sich Altona mit der Hafenfähre Linie 62 nähert und am Fischmarkt aussteigt (oder: Buslinie 111, Haltestelle Fischmarkt). Beim Betreten des Anlegestegs merkt ihr, dass dieser leicht schwankt. Er schwimmt, um sich der Höhe des Wassers anzupassen, die durch Ebbe und Flut bestimmt wird. Über die Brücke mit den schönen Eisenbögen geht’s direkt zur Fischauktionshalle. Das Gebäude aus rotem Backstein ist
über hundert Jahre alt. Als es gebaut wurde, verdienten in Altona viele Menschen ihr Geld mit dem Fang und Verkauf von Fischen. Seezunge, Scholle und vor allem Bückling: Über 50 Jahre lang wurden hier täglich Hunderte Kisten mit frischen Fischen aufgestapelt und versteigert.
 

Wie viele Fische befinden sich auf dem Tor unterhalb der Kuppel?
Auf dem Dach über dem Fenster mit der Uhr findet sich das Altonaer Stadtwappen. Ein Wappen ist ein Zeichen für eine Stadt oder eine Familie.
Das Wappen zeigt ein Stadttor mit drei spitzen Türmen. Die Türen
sind geöffnet, was zeigen soll, dass Altona anders als Hamburg nie von einer Befestigungsanlage umgeben war.
Vor rund 500 Jahren gründeten Fischer und Handwerker Altona beim heutigen Fischmarkt. Das Wappen erhielten sie 1664, also vor 350 Jahren, als der dänische König Friedrich III. dem Ort die Stadtrechte verlieh.
Das war erstaunlich, denn zu dem Zeitpunkt lebten hier nur etwa 3000 Menschen, und mit den ungepflasterten Straßen und kleinen Häusern sah es eher wie in einem Dorf denn wie in einer Stadt aus. Doch Friedrich III. wollte den kleinen Fischerort zur Konkurrenzstadt von Hamburg ausbauen. Altona gehörte damals nicht wie heute zu Hamburg, sondern war 1640 zum dänischen Königreich gekommen. Der dänische König wollte Hamburg schwächen, das schon in jener Zeit eine wichtige Handelsstadt war. Und so verlieh er Altona mit dem Stadtrecht auch die Zollfreiheit für Waren, die von hier aus mit dem Schiff in das dänische Reich geliefert wurden. Das war wichtig, denn nun konnten auch die Altonaer ungehindert Handel treiben.
Wir umrunden jetzt die Fischauktionshalle und überqueren die Straße.
Übrigens, dass die Tore des Gebäudes nicht ganz auf den Boden reichen, ist kein Zufall. Das Gebiet, auf dem es sich befindet, wird bei Hochwasser regelmäßig überschwemmt. Die Wassermassen können so in das Gebäude laufen, ohne dass Druck entsteht, der der Halle Schaden zufügen könnte.
Schutz vor Hochwasser bieten auch die eisernen Fensterläden der
Gaststätte „Eier Carl“ am Fischmarkt 3. Alle Häuser hier unten müssen durch schwere Metallklappen gesichert werden. Wenn ihr den Blick nach ganz oben richtet, entdeckt ihr auf dem Türmchen des Gebäudes einen Fisch. Er ist ganz durchlöchert, was an die Elbverschmutzung in den 1980er Jahren erinnert, die viele Fische das Leben kostete.

Welche Farben haben die Fensterläden von „Eier Carl“?
Wir gehen die Große Elbstraße entlang, die früher auch den Beinamen „Straße der Heringe“ trug. Kurz vor dem „Stilwerk“ mit der Hausnummer 68 zeigen zwei Flutmarken an der Hausfassade, wie hoch das Elbwasser damals stand.

 

… weiterlesen und mehr erfahren können Sie in der Printausgabe der Familienwelt: Erhältlich in den Bücherhallen, bei Heymann, Thalia und am Kiosk.

Christin Springer, 8.11.2013
Foto:

hrsg. von MedienMelange © Familienwelt-Hamburg

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